Heavy Metal Reviews

PIERCE THE VEIL
Interview mit Gitarrist und Mastermind Vic Fuentes

e-Trado GmbH

Interview mit Gitarrist Vic Fuentes

Heavy Metal Reviews

Mit „Collide With The Sky“ veröffentlicht die amerikanische Post-Hardcore-Combo PIERCE THE VEIL ihr mittlerweile drittes Album. Ihr Sänger und gleichzeitig Gitarrist und Mastermind Vic Fuentes beantwortet einige Fragen zum neuen Werk seiner Band.

Was denkst du sind die Hauptunterschiede zwischen "Collide With The Sky" und dem Vorgänger "Selfish Machines"?

Vic Fuentes: Wir haben uns einiges mehr getraut als zuvor und waren freier was den Sound der Platte angeht. Wir hatten mehr Zeit und konnten die Ideen umsetzen wie wir wollten. Wir wollten ein Album aufnehmen, dass anders ist als alles was wir davor gemacht haben und das anders ist als all die anderen Bands da draußen. Ich selber habe den Fokus auf die Vocals gesetzt und darauf mich zu verbessern. Ich bin nie zu stolz zu sagen, dass ich nicht besser werden kann.

Viele Fans haben sich eine Zusammenarbeit mit Kellin Quinn (SLEEPING WITH SIRENS) gewünscht. Wann habt ihr ihn getroffen und euch entschieden dieses Mal mit ihm zusammen zu arbeiten?

Ich habe Kellin das erste Mal auf einem der "Pop Goes Punk"-Sampler gehört und mochte seine Stimme sofort. Ich denke unsere Fans haben uns mit einander in Verbindung gebracht, weil wir beide recht hoch singen. Ich habe Kellin angerufen als wir das neue Album aufgenommen haben und ihn gefragt ob er nicht mitsingen möchte bei einem Song wovon er ziemlich begeistert war. Er hat seine Parts in einem anderen Studio aufgenommen und wir haben uns per E-Mail und Telefon ausgetauscht.

Ihr habt mit Dan Komeff und Kato Khandwala zusammengearbeitet für "Collide With The Sky". Warum habt ihr euch für die beiden entschieden was die Produktion angeht?

Wir haben uns für sie entschieden, weil unsere Freunde von MAYDAY PARADE sie uns empfohlen haben. Sie haben mit den beiden auf ihren letzten Alben gearbeitet und Dan hat auch ihr aktuelles Album "Mayday Parade" gemixt. Für mich ist ihre selbstbetitelte Platte eines der Alben mit dem besten Sound, den ich je gehört habe. Ihr tolle Arbeit und ihr Arbeitsethos haben für sich selber gesprochen.

Für mich wirkt es so als ob eure neuen Songs strukturierter sind als zuvor. Es sind nicht mehr haufenweise Ideen, die ihr versucht in einen Song zu packen. War das auch eines eurer Ziele beim Songwriting?

Das ist eigentlich immer ein Ziel von mir. Aber ich habe oft so viele Ideen und ich muss mich selber bändigen sie nicht alle in einen einzigen Song zu packen. Ich suche dann immer die besten Parts aus und ich denke wir haben diesesmal eine gute Balance zwischen all den verrückten Ideen gefunden.

Wie viele Songs habt ihr für das neue Album geschrieben? Ich habe gelesen, dass ihr viel mehr Lieder geschrieben habt als ihr letztendlich verwendet habt.

Ich habe wirklich hunderte von Songideen auf meiner Festplatte. Wir versuchen ständig neues Material zu schreiben, damit wir vorbereitet sind wenn wir uns an eine neue CD setzen.

Gegenüber dem amerikanischen AP Magazin habt ihr gesagt, dass dieses Album ein Pop Album werden könnte. Wie kam es dazu? Offensichtluch ist "Collide With The Sky" keins geworden.

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung. Wir haben ganz einfach Songs geschrieben und uns keine wirklichen Vorgaben gesetzt oder einen bestimmten Stil im Auge gehabt. Was das Songwriting geformt hat waren ein paar Nummern, die uns ziemlich gut gefallen haben. Am Ende sind diese sogar rockiger als das Material der Vorgänger. Es ist, denke ich, wichtig, dass wir uns selber pushen und neue Sachen versuchen. Am Ende macht das auch eine interessante Platte aus.

Für "Punk Goes Pop" habt ihr den BRUNO MARS-Hit 'Just The Way You Are' gecovert. Warum habt ihr euch für diesen Song entschieden?

Ich bin ein großer Fan seiner Stimme. Er singt mit viel Soul und Emotion. Ich verehre Sänger, die alles singen können und dich das selbe fühlen lassen und es auch ernst meinen.

Ihr habt in Europa wenig getourt bisher, während dessen manche Kollegen von euch hier ziemlich oft sind. Warum kommt ihr nur so selten rüber zu uns und wird sich das mit dem neuen Tourzyklus ändern?

Es ist leider sehr teuer für uns in Europa zu touren. Besonders weil wir damit gerade erst angefangen haben und noch nicht so bekannt sind bei euch. Wir verdienen also nicht so viel Geld und die Flüge und Kosten sind sehr teuer. Wir wollen wirklich gerne zurück kommen und unsere Fanbase vergrößern. Mit dem neuen Album ist die Anfrage größer als jemals zuvor, also werden wir auf jeden Fall bald wieder nach Europa kommen.

Dein Bruder Mike ist auch in der Band. Ist dies mehr Segen oder doch mehr Fluch?

Es ist schon cool Mike in der Band zu haben. Ich bin froh all meine Erlebnisse mit meiner Familie teilen zu können. Dass Mike in der Band ist, ist denke ich auch ein Grund warum ich selten Heimweh habe.

Passionierte Fans

Ihr habt passionierte Fans. Was war das verrückteste, dass ein Fan je für euch gemacht hat?
Nun, als wir in Mexiko waren, gab es wirklich alles an PIERCE THE VEIL-Merchandiese Bootlegs. Gut, ich denke, dass das kein wirkliches Fan-Erlebnis ist, aber immerhin habe ich jetzt eine PIERCE THE VEIL-Kaffeetasse, haha!

Text © by Sebastian Berning