Heavy Metal Reviews

Location: Underground, Köln

e-Trado GmbH

Hardcore Superstar und Heaven‘s Basement

Heavy Metal Reviews

(03. August 2012) Freitag Abend und das Kölner Underground ist so gut wie ausverkauft. Grund dafür sind die Schweden von HARDCORE SUPERSTAR, die ihr immer noch aktuelles Album "Split Your Lip" im Gepäck haben. Aber die Sleazer haben nicht nur ihre eigenen Songs mit dabei sondern auch die Briten von HEAVEN'S BASEMENT. Punkt 20.00 Uhr betreten besagte HEAVEN'S BASEMENT die Bühne. Nicht viele scheinen die Hard Rocker von der Insel zu kennen. Aber umso mehr zeigen sich am Ende des Sets begeistert. Gespielt wird Hard Rock, der an VAN HALEN und alte DEF LEPPARD erinnert. Geprägt wird dieser Sound von knackigen Gitarrenriffs und einen wirklich guten Sänger, der optisch an die besten Jahre von Sammy Hagar erinnert. Songs wie das flotte 'Take Your Heart Out', 'Unbreakable', 'Guilt Trips And Sins' oder die Ballade 'Let Me Out Of Here' kommen beim Publikum ziemlich gut an. Die Band selber legt auch eine mehr als solide Performance auf die Bretter. Nach knapp 40 Minuten verabschieden sich die Engländer und machen den Weg für den Headliner frei.
Der VAN HALEN-Song 'Dance The Night Away' ertönt nach einer fast halbstündigen Umbaupause als Intro. Als nach und nach die Musiker von HARDCORE SUPERSTAR auf der Bühne erscheinen, schreien die ersten Reihen schon ordentlich los. Mit 'Guestlist' legen die vier Schweden direkt mit Vollgas los. Sänger Jocke Berg hat das Publikum von den ersten Tönen an voll im Griff und animiert die Fans zu etwas mehr Bewegung vor der Bühne. Offensichtlich ist aber, dass besonders die Tracks vom 2005er selbstbetitelten Album "Hardcore Superstar" gut ankommen. Jede Zeile wird hier von den gut 300 Rock'n'Roll-Fans lautstark mitgesungen bzw. in manchen Fällen auch alkoholbedingt mitgegrölt. Viel falsch machen kann das Quartett aber eh nicht. Jeder Song wird euphorisch aufgenommen, auch neuere Rocker wie der Opener 'Guestlist', 'Kick On The Upper Class', 'Dreaming In A Casket', 'Summer Season's Gone', 'Saddistic Girls' oder 'Medicate'. Jeder gespielter Track ist ein Treffer.
Nach einer guten Stunde verabschieden sich die Jungs dann aber, nur um kurze Zeit für einen mehr als fetten Zugabenteil erneut die Bühne zu stürmen. Nun folgen die Songs auf die wirklich jeder gewartet hat: 'Moonshine', 'Last Call For Alcohol' und natürlich 'We Don't Celebrate Sundays'. Wie erwartet werden zu 'Last Call For Alcohol' die Mädels der ersten Reihe auf die Bühne geholt, damit sie von dort aus mitsingen können, so dass sich die Nummer ziemlich in die Länge zieht. Nachdem die letzten Töne von 'We Don't Celebrate Sundays' verklungen sind lässt sich die Band noch ziemlich lange feiern und bedankt sich mehrfach beim Publikum und verspricht bald wieder zu kommen.

Jeder gespielter Track ist ein Treffer

Nach diesen 75 Minuten kann man wieder einmal sagen, dass HARDCORE SUPERSTAR mit zum Besten gehört was die europäische Glam/Sleaze/Hard Rock-Szene zu bieten hat. Die Band hat sich heute wieder von ihrer energiegeladenen und publikumsnahen Seite gezeigt, so dass hier niemand unzufrieden die Halle verlassen sollte. Was bleibt ist auch die Erinnerung an eine erstklassige Show.

Text © by Sebastian Berning