Heavy Metal Reviews

ACIDCELL
Bandinterview

e-Trado GmbH

Bandinterview mit ACIDCELL

Bandinterview mit ACIDCELL

ACIDCELL kommen aus der Schweiz und spielen Industrial Metal. Ihr Debütalbum Feelin‘ The Doom wird bald auf den Markt kommen. Die Band beantwortet ein paar Fragen zu ihrem Werdegang, der Albumproduktion und was man sonst noch so über die Schweizer Newcomer wissen sollte.

Bitte stellt euch den Lesern erst einmal vor.

Wir sind die Schweizer Industrial-Metal Band ACIDCELL. Hier im Interview vollzählig sprich; Anthony de Angelis (Vocals), Michael BUzek (Gitarre), Buddah Craven (Drums) und Martin Luzio (Bass).

Wie habt ihr euch zusammengefunden und ACIDCELL gegründet?

Michael: Buddah und ich waren zu Beginn auf der Suche nach dem geeigneten Shouter. Anthony war für Aufnahmen bei Dave Snow, den wir schon länger kannten, im Sourmash Studio. Er suchte eine Band, wir den Sänger, und so machten wir uns direkt an zwei Demosongs welche innerhalb kürzester Zeit auf den Punkt gebracht wurden. Acidcell war geboren und kurz darauf folgte die Pre-Production zum Album.

Welche Bands haben euch am meisten beeinflusst?

Buddah: wir möchten nicht speziell auf einzelne Bands eingehen, das führt schnell zu Vergleichen. Die Inspirationen und Beeinflussungen kommen schlussendlich aus Soundstylen wie Gothic, Electro, Metal bis hin zu Industrial.

Wie waren die Aufnahmen zum Album?

Buddah: Die Arbeiten am Album waren sehr intensiv, wenig Schlaf und kaum soziale Kontakte. Umso konzentrierter feilten wir bis tief in die Nacht in unserem Studio an Sounds herum. Für die Aufnahmen der Instrumente zog es uns dann zu Dave Snow. Wir kannten die Zusammenarbeit aus früheren Zeiten und konnten uns somit voll aufs Recording konzentrieren.

Anthony: für mich war es schon immer ein Wunsch mit Hiili Hiilesmaa Zusammen zu arbeiten, die Vocals nahmen wir dann in Finnland auf. Die Atmosphäre und das melancholische Land kamen mir dabei sehr entgegen.

Für den Mix konntet ihr Mike Fraser gewinnen, der auch schon mit Größen wie AEROSMITH zusammengearbeitet hat. Wie kam es dazu, dass der Herr sich eurem Album angenommen hat?

Michael: Mike war von Anfang an unser Wunschkandidat. Wir wollten das Album unbedingt analog mixen und eine gewisse Natürlichkeit im Sound haben. Also kontaktierten wir Ihn und stellten unser Vorhaben mit zwei Songs aus der Pre-Production vor. Wie man sieht gefiel Ihm Acidcell und so kam es zur Zusammenarbeit. Buddah und ich flogen dann für den Mix nach Vancouver ins Warehouse Studio und das Ergebnis ist ab 26.Oktober offiziell zu hören.

Ihr habt Feelin? The Doom bereits vor zwei Jahren aufgenommen. Warum wird es aber erst jetzt im Oktober veröffentlicht?

Buddah: Nach der Fertigstellung des Albums folgte der eigentliche Aufbau der Band, administrativ wie auch die technische Umsetzung für Live. Wir machen praktisch alles in eigen Regie, so z.B. auch das Booklet welches von Anthony gestaltet wurde. Eine Veröffentlichung wäre schon früher möglich gewesen, aber wir wollten den richtigen Partner, welchen wir mit dem Label Echozone nun gefunden haben.

Was mir aufgefallen ist, ist, dass ihr in eurer Bio schreibt, dass ihr im Sommer 2011 „wie der Phoenix aus der Asche“ erhoben habt. Die Aufnahmen zum Album fanden aber schon 2010 statt. Was hat es damit auf sich?

Buddah: Genau. Oft ist der Werdegang einer Band erst Live zu spielen, Fanbase aufbauen, dann ins Studio - Album releasen. Bei uns war es genau umgekehrt. Wir hatten erst das fette Album im Sack, und tauchten dann wie aus dem nichts in der Öffentlichkeit auf. Bald darauf spielten wir mit Gothminister, Hämatom etc..

Auf eurer Homepage stehen nicht wirklich viele Konzertdaten. Inwiefern wird sich das mit der Veröffentlichung der Platte ändern? Wird eine richtige Tour folgen? Gibt es da schon genauere Pläne?

Luzio: Es ist so wie Du sagst, nebst einzelnen Promogigs wird im 2013 eine Tour folgen. Sobald die Daten gefixt sind, werden wir es auf unser Website publizieren.

Ihr seid ja noch eine recht frische Band. Was waren die bisherigen Highlight der ACIDCELL-Karriere und gab es auch schon Tiefpunkte und Rückschläge?

Michael: Die Zusammenarbeit mit Mike Fraser, Hiili und auch als wir mit Gothminister spielen konnten ist sind für mich unvergessliche Highlights. Rückschläge gab es sicherlich, wenn man z.B. eine Zusammenarbeit mit jemandem beenden muss weil es nicht funktioniert ist es in dem Moment bremsend. Schaut man aber zurück merkt man, dass genau diese Entscheidungen einem, oder besser gesagt die Band, weiter gebracht haben.

Habt ihr eigentlich Jobs neben der Musik oder setzt ihr erst einmal voll auf die Band und widmet ihr eure volle Konzentration und Zeit?

Luzio: Ich denke da geht es uns wie den meisten Bands die am Anfang Ihrer Karriere stehen. Nur von der Musik alleine zu leben ist leider nicht möglich. Aber würden wir es nur des Geldes wegen machen wären wir Banker und nicht Musiker geworden.

Zukunft

Was wird der Veröffentlichung von Feelin‘ The Doom folgen?

Michael: zur Zeit stehen noch Promotermine an. Wie Luzio sagte ist die Tour voll in Planung, Videodreh ist gerade am laufen und neue Tracks sind auch schon in Entstehung.

Text © by Sebastian Berning